Aktiv oder passiv investieren? Ein Perspektivwechsel

Aus einer anderen Perspektive als gewöhnlich beantworten Dominikus Wagner und Dr. Dirk Schmitt die Frage „aktiv oder passiv investieren?“.

Wie aktive Fonds die besseren passiven Investments sein können

Sie gehen dabei mit Teilen der eigenen Zunft, dem aktiven Fondsmanagement, ins Gericht, differenzieren zwischen Investoren und Spekulanten und zeigen auf, wie es mit einem sorgsam und aus unternehmerischer Sicht zusammengestellten Portfolio aus Qualitätsaktien und dessen „aktiver“ Kontrolle gelingen kann, Aktienindizes zu „schlagen“ oder mit ihnen mitzuhalten – bei geringerem Risiko. Sie beantworten aber vor allem die aus ihrer Sicht wichtige Frage, ob die Performance der alleinige Erfolgsmaßstab eines Investmentvehikels sein sollte.

"Gute aktive Fonds mit aktiver Kontrolle sind die besseren passiven Investments."

Dominikus Wagner

Zusammenfassung:

Die Autoren diskutieren die Vorteile von aktivem Investieren im Vergleich zu passivem Investieren. Es wird darauf hingewiesen, dass nur wenige aktive Fondsmanager in der Lage sind, ihren Vergleichsindex zu schlagen. Dennoch gibt es erfolgreiche aktive Investoren wie Warren Buffett und Charlie Munger. Um die erfolgreichen aktiven Fonds von den weniger erfolgreichen zu unterscheiden, werden folgende Aspekte als wichtig erachtet:

  1. Produktkosten und Pseudoaktivität: Viele aktive Fondsmanager verursachen hohe Kosten und geben vor, aktiv zu handeln, folgen aber im Grunde genommen dem Index. Diese „Index Hugger“ erzielen in der Regel schlechtere Ergebnisse als der Index abzüglich der Kosten.
  2. Aktives Handeln versus aktive Kontrolle: Statt ständig Wertpapiere zu handeln, sollte der Fokus auf langfristigen Investitionen in qualitativ hochwertige Unternehmen liegen. Die Aktivität besteht darin, das Geschäftsmodell und die Bilanz der Unternehmen sorgfältig zu analysieren und eine langfristige unternehmerische Beteiligung einzugehen.
  3. Was einen guten Fonds auszeichnet: Neben der Performance sollten auch andere Erfolgsfaktoren wie Investitionssicherheit und Resilienz in Krisenzeiten berücksichtigt werden. Ein Investor sollte ruhig und unbesorgt bleiben können, auch wenn es an den Märkten turbulent wird.

Es wird betont, dass es gute Gründe für aktives Investieren gibt, vorausgesetzt, der Investor wählt sorgfältig aus und berücksichtigt die genannten Erfolgsfaktoren. Aktives Investieren bietet die Möglichkeit, den Markt zu schlagen und eine langfristig erfolgreiche Anlagestrategie zu verfolgen.

 

24. August 2023

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Zusammengefasst

 

  • Hohe Kosten und Pseudoaktivität – Ballast für die Performance
  • Aktives Handeln versus aktive Kontrolle: Auf welche Aktivität es wirklich ankommt
  • Substanzielle Investitionssicherheit ist wichtiger als relative Performance
  • Damit aus Investoren keine Spekulanten werden
  • Sich messen lassen – und der Blick für das Wesentliche
Autor

Dominikus Wagner

Dominikus Wagner ist gelernter Bankkaufmann und studierter Diplomkaufmann. Nach diversen Stationen im Sparkassen- und Bankensegment ist er seit 2011 als Vorstand für das Portfoliomanagement der Wagner & Florack AG sowie als Fondsmanager für den Wagner & Florack Unternehmerfonds und den Wagner & Florack Unternehmerfonds flex verantwortlich.

Autor

Dr. Dirk Schmitt

Dr. Schmitt startete seine berufliche Laufbahn im Fondsmanagement 2008 bei Flossbach von Storch, wo er fünf Jahre als Investmentanalyst im Multi-Asset-Team arbeitete. Zuletzt war der promovierte Ökonom als Fondsmanager bei der Fortezza Finanz AG in Nürnberg und bei der Fürstlich Castell’schen Bank in Würzburg tätig. Schmitt studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg und war anschließend Assistent von Prof. Dr. Ekkehard Wenger am Lehrstuhl für Bank- und Kreditwirtschaft.

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