Der 2. Fundplat «Mountain Talks» Summit 2022 in
­St.­ Moritz präsentiert sich mit deutlich erhöhtem Frauenanteil

Thomas J. Caduff ist CEO der Fundplat GmbH in Zürich. Er hatte vor einem Jahr die Idee, in St. Moritz jährlich die «Mountain Talks» Summits durchzuführen. Das erste Event war bereits ein großer Erfolg, der zweite vom 24. bis 26. August 2022 wird noch spezieller. Besonders wichtig dabei: der Anteil an Frauen wird deutlich erhöht.

 

FONDSTRENDS.LU: Herr Caduff, Beiträge und Fotos von Ihnen und Ihren Events auf LinkedIn verraten, dass Sie aktuell sehr umtriebig und viel unterwegs sind. Wie geht es Ihnen?

Thomas Caduff: Das freut mich zu hören, dass Ihnen dies auffällt. Alles ist im dunkelgrünen Bereich: privat und beruflich. Ich wurde jüngst 60 Jahre alt. Da wird einem wirklich bewusst, dass die Zeit, die zur Verfügung steht, immer kürzer wird. Also arbeite ich noch intensiver. Gönne mir aber neuerdings auch dann und wann mal einen freien Tag.

FONDSTRENDS.LU: Im Sommer fand der 1. Fundplat «Mountain Talks» Summit statt. Auf welche Resonanz stießen Sie?

Thomas Caduff: Den meisten Teilnehmenden erging es wie mir. Man nahm die Badeutensilien mit, hatte aber keine Zeit, in das spektakuläre Wellness & Spa vom Badrutt’s Palace Hotel zu gehen. Es gab so viel Arbeit: Roundtables, Interviews, Videos und Vorträge. Und für den Gedankenaustausch wurde auch viel Zeit investiert.

FONDSTRENDS.LU: Welche Themen wurden im Speziellen behandelt?

Thomas Caduff: Wahrscheinlich ist dies keine Überraschung: ESG und Impact Investing standen im Mittelpunkt. Es wurde aber auch lebhaft diskutiert, mit welchen Produkten und Strategien man auf dem Finanzplatz Schweiz den grössten Erfolg erzielt. Da man in St. Moritz unter sich ist, kann man auch sensible Punkte offen aussprechen. Das schätzen die Teilnehmenden enorm. Was die genauen Themen am 2. Summit sein werden, kann ich Ihnen im Moment noch nicht sagen. Wir machen im Frühsommer bei den Sponsoren eine Umfrage und dann aufgrund der Rückmeldungen die Zuteilung der Moderatorinnen und Moderatoren. Das ist aber keine grosse Geschichte. Das Team hat darin reichlich Erfahrung.

FONDSTRENDS.LU: Sind Sie mit dem Ausgang insgesamt zufrieden oder gibt es bei dem 2. Summit Anpassung- und Optimierungsbedarf?

Thomas Caduff: (lacht) Total zufrieden! Aber ja, mehrere. Eine ganz wichtige Neuerung ist, dass wir von Mittwoch bis Freitag im Oberengadin sein werden und nicht mehr vom Dienstag bis Donnerstag. So können die Teilnehmenden dann auch gleich das Wochenende dranhängen. Und es gibt Keynotes, einen bedeuten Frauenanteil am Programm und es kommen aus dem Unterland zwei Spezialisten ins Badrutt’s, die uns aufzeigen werden, wie man Smartphone-Videos macht und Social Media (insbesondere LinkedIn) optimal einsetzt. Die überaus beliebten Vorträge von Branding-Persönlichkeiten bleiben natürlich im Programm. Dabei ist es uns gelungen, Elias Ambühl, Pilot bei Swiss Helicopter, dem grössten Helikopterunternehmen der Schweiz, für einen Vortrag zu gewinnen. Er war auch ein höchst erfolgreicher Spitzensportler: Während zehn Saisons nahm Elias Ambühl an den wichtigsten Ski-Freestyle-Wettbewerben der Welt teil. Zu seinen grössten Erfolgen zählen vier Bronzemedaillen im Big Air bei den Winter-X-Games in Aspen sowie ein Weltcupsieg. Seit 2017 hält Elias Ambühl auch den Weltrekord im Rückwärtsskifahren, den er in Arosa mit einer Geschwindigkeit von 131.23 Kilometern pro Stunde erzielte.

FONDSTRENDS.LU: Es ist ein Anlass ohne Kunden. Das ist doch ziemlich ungewöhnlich?

Thomas Caduff: Ja und Nein. Es ist ein Industrie-Insider-Event. Sie können das Format vergleichen mit einem Zahnärzte-Kongress. Dort sind bekanntlich auch keine Patienten vor Ort. Bei uns sind aber schon Kunden involviert, wenn auch nicht physisch vor Ort. Wir decken den Anlass medial stark ab. So bekommen beispielsweise Posts auf LinkedIn tausende Impressions und viele wertvolle Likes. Diese Sichtbarkeit mit Teilnehmenden vor Ort zu erreichen ist schlichtweg unmöglich. Die meisten Fonds-Events unserer Wettbewerber haben keine oder nur eine ganz kleine Medien-Abdeckung. Das ist ein enormer Unterschied. Aber eines ist auch klar: Jedes Format hat seine Einzigartigkeit und nicht jedes Format ist für jede Gesellschaft gleich geeignet. Das ist auch gut so, das gibt Vielfalt in der Event-Landschaft. Unser Motto in St. Moritz heißt: «Branding. Networking. Visibility.». Wir machen ganz genau das, was wir sagen.

FONDSTRENDS.LU: Bestehende und potenzielle Kunden treffen ist doch auch interessant…

Thomas Caduff: Ich bin voll bei Ihnen. Dafür haben wir auch ein Format, es sind die bekannten «Experten-Lunches» in Genf, Lugano und Zürich. Da trifft die Sell-Side auf reichlich Buy-Side. Wir schnüren für unsere Kunden Pakete. Sie können dann die Leistungen abrufen, die ihnen den grössten Nutzen bringen. Natürlich empfehle ich allen aus vollem Herzen, in St. Moritz dabei zu sein. Die «Mountain Talks» Summits sind in ihrer Art wirklich einmalig. Zumal unsere Preise sehr überblickbar sind.

FONDSTRENDS.LU: Was gibt es Neues von Ihrem Media-Geschäft zu berichten?

Thomas Caduff: Danke, dass Sie mich dies fragen. Das Timing passt ausgezeichnet: Wir starten diesen Monat mit einem neuen Format, es heisst «Experten-Chats». Es ist ein Hybrid zwischen Interview und Video. Soweit wir den Markt überblicken können, ist es ein Primeur im DACH-Raum.

Wir haben viel mehr Arbeit als vor der Pandemie. Das Media-Geschäft ist enorm gewachsen, ganz besonders Interviews. Bei Videos müssen wir dann und wann etwas bremsen, da sie einiges an Zeit beanspruchen. Die «Experten-Lunches» mit Panels und die «Experten-Roundtables», die wir auch medial aktiv begleiten, sind eh immer ausgebucht. Zum Glück habe ich ein tolles Team, auf das ich mich hundertprozentig verlassen kann. Mit den beiden Webmastern arbeite ich beispielsweise schon genau 20 Jahre zusammen. Wir haben bei Fundplat keinerlei Personalfluktuation. Wir sind eine Familie.

FONDSTRENDS.LU: Hat die Planung für St. Moritz 2022 schon begonnen?

Thomas Caduff: Die Planung ist zu 99 Prozent abgeschlossen. Nun beginnen wir mit dem Onboarding der Sponsoren. Ich bin sehr optimistisch, da wir nur eine begrenzte Zahl aufnehmen können. St. Moritz und das Badrutt’s Palace Hotel sind auch eine grosse Verpflichtung, was Qualität anbelangt. Da wäre Quantität der absolut falsche Ansatz.

FONDSTRENDS.LU: Zuletzt noch eine persönliche Frage. Wenn Sie noch einen Wunsch frei hätten. Welcher wäre der?

Thomas Caduff: Dass ist gesund bleibe. Ich machte vor ein paar Tagen meinen Jahres-Check bei der Ärztin. Alle Werte sind Top. Aber ich müsse mich meh bewegen, so ihr Rat. Ich schenke mir also zu Weihnachten ein Bike.

 

FONDSTRENDS.LU: Herr Caduff, wir bedanken uns für das interessante Interview und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute.

 

14. Dezember 2021

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Autor

Thomas J. Caduff

Thomas J. Caduff ist CEO der Fundplat GmbH in Zürich. Er ist seit rund 40 Jahren in der Finanzindustrie tätig. Zu seinen beruflichen Stationen gehörten das Börsenkommissariat des Kantons Zürich, die Bank Vontobel, die Credit Suisse und die UBS. Thomas J. Caduff diente ferner drei Jahrzehnte lang in einer Division und mehreren Brigaden der Schweizer Armee als Kommunikations- und Medienoffizier.

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